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Thomas Bartholomé

Informationsanbieter für Universität und Region
Die Bibliothek der Freien Universität Bozen versteht sich als offene, innovative und international ausgerichtete wissenschaftliche Informationszentrale von Universität und Region.

 

Struktur

Entsprechend der Struktur der Universität mit verschiedenen Fakultäten in Bozen und in Brixen verfügt auch die Universitätsbibliothek über mehrere Standorte. Diese konzentrieren sich in ihrem Angebot auf die Lehre vor Ort: Die Bildungs- und Sozialwissenschaften in Brixen,  Wirtschaftswissenschaften, Agrarwissenschaften, Informatik, Design sowie Logistik und Produktion in Bozen.

 

Mit dem Umzug der Teilbibliothek in Brixen sind nun beide Sitze räumlich an ihrem Bestimmungsort angekommen. Ein modernes und geräumiges Umfeld bietet den Kunden der Bibliothek vielfältige Möglichkeiten. Es wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die diversen Anforderungen an eine Informationseinrichtung im 21. Jahrhundert zu erfüllen.

 

Learning Center für Universität und Region

Die Universitätsbibliothek möchte den Lern- und Studiergewohnheiten ihrer Kunden soweit als möglich entgegenkommen. Dazu bietet sie diverse räumliche Einrichtungen, die verschiedene Lernstile der Studierenden unterstützen. Sie können wählen zwischen der klassischen Lesesaalatmosphäre und zusätzlichen Angeboten. So werden gegen einen geringen Obolus kleine Studios („Carrels“) monatsweise vermietet. Hierin können die Kunden der Bibliothek allein oder zu zweit arbeiten. Ihnen stehen Strom- und Internetanschluss zur Verfügung, so dass sie auf ihrem eigenen Notebook arbeiten können.

In frei zugänglichen Gruppenräumen können Seminararbeiten diskutiert oder Präsentationen in der Gruppe trainiert werden. Bei Bedarf werden erforderliche technische Geräte wie Beamer und Notebook zur Verfügung gestellt.

In der gesamten Bibliothek haben die Studierenden die Möglichkeit, mit dem eigenen Notebook „wireless“ im Internet zu recherchieren.

 

Fernzugriff auf die meisten Services

Für eine Universität mit internationalem Anspruch und Studenten wie Professoren aus aller Herren Länder muss die Möglichkeit des Fernzugriffs auf ihre Ressourcen selbstverständlich sein.

Die sehr enge Kooperation mit dem Rechenzentrum der Universität ermöglicht es, die wichtigsten Angebote der Bibliothek, wie Bibliothekskatalog, Fachdatenbanken und

E-Journals auch über das Web anzubieten. Medien der Bibliothek können von zuhause bestellt und verlängert werden. Ein Versand der bestellten Bücher scheitert zurzeit noch an den knappen personellen Ressourcen.

Im Jahr 2005 werden sämtliche elektronischen Angebote über die Digitale Bibliothek wesentlich leichter recherchierbar sein. Es wird dann nicht mehr erforderlich sein, in Katalog, Datenbanken und elektronische Zeitschriften einzeln zu recherchieren, sondern es genügt eine einmalige Recherche in einer Art Metasuche, wie sie von Metasuchmaschinen bekannt ist.

Vor dem Hintergrund, dass sich der Informationssuchende im Zeitalter von Google im Internet von Metasuchmaschinen schon weitgehend verabschiedet hat, steht zu erwarten, dass auch die Ansprüche an Bibliotheken in Zukunft zu einer vergleichbar einfachen Suche gehen werden. Auch daran wird gearbeitet werden.

 

Informationskompetenz: Die „Teaching Library“

Fundiertes Fachwissen allein reicht heute im Berufsalltag nicht mehr aus. Von graduierten Hochschulabgängern wird auch ein hohes Maß an Informationskompetenz nicht nur auf ihrem Fachgebiet erwartet.

Dazu bietet die Universitätsbibliothek professionelle Unterstützung. In der Teilbibliothek in Brixen ist die „Teaching Library“ bereits Realität. Die Studierenden können in einem Wahlfach die wissenschaftliche Informationsrecherche in Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken und im Internet erlernen. Neben dem Auffinden lernen sie auch die Evaluation von Information: Sind die gefundenen Informationen für meine Zwecke optimal?

 

In der Teilbibliothek in Bozen, wo die Einbindung derartiger Kurse in das Curriculum noch nicht abgeschlossen ist, werden den Bedürfnissen der Studierenden entsprechende Trainings zur Verbesserung der Informationskompetenz angeboten. Insbesondere kurz vor der Laureatsarbeit wird vielen bewusst, dass ihre Fähigkeiten bei der Recherche nach hochwertiger wissenschaftlicher Fachinformation noch verbesserungsfähig sind. Auch bezüglich der Formalia einer wissenschaftlichen Arbeit sind im Studium bisweilen einige Fragen offen geblieben. In speziell auf die Laureanden zugeschnittenen Schulungen werden die erforderlichen Fähigkeiten mit den Studentinnen und Studenten trainiert.

Mitarbeiter

All diese Angebote einer extrem jungen und verhältnismäßig kleinen Universitätsbibliothek sind mit einem Mitarbeiterstamm von 11 (Bozen) bzw. 7 (Brixen) MitarbeiterInnen allein nicht zu bewältigen. Zur Unterstützung bedient sich die Bibliothek der Freien Universität Bozen eines inzwischen probaten Mittels: Outsourcing. Iterative Routinetätigkeiten werden zunehmend an externe Dienstleister abgegeben, um personelle Freiräume für vertiefende Informationsdienstleistung zu schaffen.

Ausblick

Was wird die Zukunft bringen?

Die Universitätsbibliothek wird sich in naher Zukunft verstärkt um Kooperationen mit vergleichbaren Informationseinrichtungen zur Steigerung ihrer Effizienz bemühen. Schon aufgrund ihrer geografischen Lage bietet sich die Funktion einer Schnittstelle zwischen Nord und Süd an.

 

Ferner steht nach wie vor die 24-Stunden-Öffnung auf der Agenda. Um den Lern- und Studierbedürfnissen der StudentInnen optimal entgegenzukommen sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, vollständig autonom zu entscheiden, wann sie studieren wollen.

Schließlich möchte die Bibliothek ihre Eigenvermarktung erheblich verbessern und hat bereits die Entwicklung einer Marketingstrategie in Kooperation mit einigen Studenten der School of Economics and Management der Freien Universität begonnen. In der Schlussphase dieses Projektes wäre auch die Einbeziehung einer professionellen Agentur denkbar.

 

 

 

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